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Handlungsempfehlungen in der Corona-Krise

Die Corona-Pandemie breitet sich in Deutschland immer weiter aus. Hier stellen wir für Sie die wichtigsten Informationen gebündelt und laufend aktualisiert zusammen. Gemeinsam schaffen wir den Weg aus der Krise!



News der Handwerkskammer zum Thema Coronavirus





Muss ich meinen Betrieb schließen?

Aktuell (Stand 22. März 2020) muss der Einzelhandel in Nordrhein Westfalen grundsätzlich schließen.

Im Handwerk bedeutet dies, dass Verkaufsstellen und Ladenlokale zu schließen sind. Der grundsätzliche Betrieb „Anfertigung“  / „Reparatur“ / „Baustellen“ darf aufrecht erhalten werden. Für Gesundheitshandwerke ist der Verkauf im Ladenlokal gestattet, sofern es sich um notwendiges Zubehör zu handwerklichen Dienstleistung handelt.

ACHTUNG:  Friseure und Kosmetiker müssen nach der neuen Rechtslage (CoronaSchVO NRW) ab dem 23. März 2020 schließen. Lebensmittelhandwerke dürfen den Thekenverkauf weiter aufrecht erhalten. Gesundheitshandwerke unter Einschränkungen (notwendiges Zubehör) auch den Ladenverkauf.

Wenn Sie eine Schließungsverfügung und kein Friseur- oder Kosmetikerbetrieb sind, sprechen Sie uns für rechtliche Unterstützung an:   02931/877-182 oder   02931/877-133.

Mittlerweile hat das Land NRW einen Strafen- und Bußgeldkatalog zur Gewährleistung des Kontaktverbots erlassen. Diesen finden Sie hier:  Bußgeldkatalog (Handwerk unter §7) 



Ich bin in einer finanziellen Notlage, was kann ich tun?

  1. Kontakt aufnehmen zur Handwerkskammer

    Rufen Sie die Handwerkskammer an. Unsere Betriebsberater helfen Ihnen weiter und lassen Sie nicht allein. Im Rahmen der normalen Öffnungszeiten sind unsere Mitarbeiter für Sie da.

    Telefonisch unter  02931 877 126, oder per  Kontaktformular

  2. Rettungsschirm von Bund und Ländern

    Die Bundesregierung hat einen Nachtragshaushalt in Höhe von 156 Milliarden Euro beschlossen, der direkt kleinen und mittelständischen Unternehmen zu Gute kommt. Bundestag und Bundesrat müssen hier noch zustimmen, das soll noch in dieser Woche passieren.

    Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitern sollen 9000 Euro bekommen, Betriebe zwischen fünf und zehn Mitarbeitern können 15.000 Euro bekommen. Betriebe mit zehn und mehr Beschäftigten erhalten 30.000 Euro. Darüber hinaus hat auch NRW ein Zuschuss-Paket von 25 Milliarden Euro verabschiedet. Hier gibt es slle Informationen:   www.wirtschaft.nrw/corona

  3. Kurzarbeitergeld bei der Arbeitsagentur

    Die Bundesregierung hat den Erhalt von Kurzarbeitergeld deutlich erleichtert. Die Erleichterungen werden rückwirkend zum 1. März 2020 in Kraft treten.

    Konkret müssen nur noch 10 Prozent der Beschäftigten im Betrieb vom Arbeitsausfall betroffen sein (statt bisher 1/3). Arbeitgeber bekommen die Sozialversicherungsbeiträge, die sie bei Kurzarbeit zu zahlen haben, in voller Höhe erstattet. Vor der Beantragung von Kurzarbeitergeld müssen Betriebe die zuständige Agentur für Arbeit kontaktieren. Diese prüft, ob die Voraussetzungen erfüllt sind.

    Infoblatt für Betriebe:  Fragen und Antworten zur Kurzarbeit

    Erklärvideo der Bundesagentur für Arbeit:  Kurzarbeitergeld beantragen

    Weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld sind auch hier zu finden:  Bundesagentur für Arbeit

    Hier bekommen Sie eine  Mustervereinbarung für Kurzarbeit

    Fragen beantwortet zudem die Hotline unter  0800 45555 20.

  4. Hausbanken und KfW

    Gehen Sie zu Ihrer Hausbank und lassen Sie sich beraten. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat kurzfristige Sonderprogramme aufgelegt, die am 23. März 2020 starten. Anträge können aber jetzt schon gestellt werden. Ausgezahlt werden die Kredite über die Hausbank.

    Weitere Informationen zum KfW-Sonderprogramm:  Hilfe für Unternehmen

  5. Bürgschaftsbank und BANK-NRW 

    Zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen helfen Bürgschaftsbank und NRW.BANK betroffenen Unternehmen schnell weiter. Auf der Internetseite der Bürgschaftsbank gibt es dazu spezielle Handlungsempfehlungen für Unternehmer.  Direkt weiter zur Bürgschaftsbank



Kann ein Mitarbeiter aus Angst vor Ansteckung zuhause bleiben?

Ein Mitarbeiter hat nicht das Recht, aus eigenen Stücken dem Unternehmen fortzubleiben. Auch dann nicht, wenn die Möglichkeit der Ansteckung auf dem Weg zur Arbeit oder aber im Betrieb besteht.

Allerdings kann auf Wunsch des in Deutschland tätigen Arbeitnehmers der Arbeitgeber diesen ohne Bezahlung freistellen. Die Entscheidung trifft der Arbeitgeber.

 

Es besteht der Verdacht einer Ansteckung, was tun?

Mitarbeiter, die über Symptome klagen, sind sofort dem medizinischen Dienst zu melden. Der Mitarbeiter muss sich einem Test unterziehen.

Bei positivem Befund müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden. Wegen der extrem hohen Ausbreitungsgefahr des Corona-Virus ist eine Infektion meldepflichtig. Die Meldung an das zuständige Gesundheitsamt übernimmt der medizinische Dienst.



Der Virus ist im Unternehmen. Was nun?

Ist die Pandemie ausgebrochen, kann die zuständige Behörde Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz treffen. Es wird eine Quarantäne verhängt und der/die betreffenden Mitarbeiter mit einem Tätigkeitsverbot belegt.

In diesem Fall besteht kein Anspruch auf Lohnfortzahlung. Den Verdienstausfall kann der Arbeitnehmer für die Dauer von sechs Wochen beim Arbeitgeber geltend machen. Der wiederum hat einen Erstattungsanspruch gegen die zuständige Behörde. Ab der siebenten Woche wird Anspruch in Höhe des Krankengeldes gewährt.

Sollte eine Quarantäne ausgesprochen werden, dann ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) für Entschädigungen zuständig. Auf den Internetseiten des LWL gibt es hierzu weitere Informationen:  Landschaftsverband Westfalen-Lippe

 

Ich kann meine Leistung nicht erbringen. Wer haftet?

Durch Materialengpässe oder sogar Betriebsschließungen kann es dazu kommen, dass vertragliche Leistungen nicht erbracht werden können. Die Haftung für die Folgen setzt aber ein Verschulden (Vorsatz oder Fahrlässigkeit) voraus.

Der Ausbruch einer Epidemie wird grundsätzlich als höhere Gewalt bewertet und kann durchaus das Verschulden des Leistungserbringers für Verzögerungen ausschließen. Jedoch verbietet sich eine pauschale Bewertung. Vielmehr kommt es auf die Umstände im Einzelfall an.



Ein Auftrag im Quarantäne-Haus steht an. Was gibt es zu beachten?

Nach Möglichkeit sollten auch dringliche Einsätze in Wohnungen oder Häusern, die zu Quarantänezwecken dienen, auf einen gesundheitlich unbedenklichen Zeitpunkt verschoben werden.

Wenn das nicht möglich ist, sollten die nötigen Schutzmaßnahmen mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmt werden.

ACHTUNG: Handwerker, die in Quarantänebereichen arbeiten, zählen anschließend zum Kreis der Kontaktpersonen, die möglicherweise selbst in Quarantäne müssen.

Tipps zum Umgang mit Kunden in Corona-Zeiten:  Leitfaden Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) 



Weitere Links zur Corona-Krise

 Informationsseite des Landes NRW

 Informationsseite des Westdeutschen Handwerkskammertages (WHKT)

 Informationen vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)



Informationen der Kreishandwerkerschaften

Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis:

 Haus des Handwerks geschlossen

 Rundschreiben zum Coronavirus

 

Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd:

 Informationen zu den Geschäftsstellen

 Informationen zu COVID-19



Noch Fragen? Sprechen Sie uns an!



Ihre Ansprechpartner

Handwerkskammer Südwestfalen

 02931 877 420

 info@hwk-swf.de

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Kreishandwerkerschaft

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