AustauschInnovation braucht Partner
Neue Ideen gibt es im Handwerk viele. Doch zwischen Idee und Umsetzung liegt oft ein weiter Weg. Zeitmangel, fehlende Kontakte oder Unsicherheit bei neuen Technologien bremsen Innovationen teilweise aus. Genau hier setzt eine neue Partnerschaft an: Die Handwerkskammer (HwK) Südwestfalen ist dem Innovations- und Transformationscluster DO IT Südwestfalen beigetreten.
Anlässlich eines Treffens in Arnsberg tauschten sich Christoph Neumann, Geschäftsführer der DO IT Südwestfalen GmbH, HwK-Hauptgeschäftsführer Hendrik Schmitt und Uta Neumeister, Leiterin der Abteilung HwK-Standortpolitik, über die künftige Zusammenarbeit aus. Im Mittelpunkt stand eine Frage: Wie lassen sich Innovationen schneller und praxisnäher ins Handwerk bringen?
Brücken bauen für kleinere Betriebe
"Viele Handwerksbetriebe verfügen aufgrund ihrer geringen personellen Ressourcen nur eingeschränkt über die Möglichkeit, neue Technologien zu erkennen und diese gewinnbringend im eigenen Betrieb umzusetzen", sagt Hendrik Schmitt. Gerade kleine und mittlere Unternehmen seien stark im Tagesgeschäft gebunden.
Die HwK Südwestfalen versteht sich deshalb als Brückenbauerin zwischen Innovation und Praxis. Mit einer Beratung, die nicht abstrakt bleibt, sondern individuell im Betrieb ansetzt. "Wir stellen mit unseren Beraterinnen und Beratern den Technologietransfer in die Betriebe her", so Schmitt. DO IT Südwestfalen erweitert dieses Angebot. Denn das Netzwerk bringt Akteure zusammen, die sich sonst kaum begegnen würden: Handwerksbetriebe, Industrie, Hochschulen und weitere Partner.
Vernetzen, strukturieren, umsetzen
"Wir sind Vernetzer", erklärt Christoph Neumann. DO IT versteht sich als Plattform zur Zusammenarbeit. Im Fokus stehen Themen, die viele Betriebe umtreiben: Digitalisierung, Klimaneutralität neue Geschäftsmodelle oder der Umgang mit dem Fachkräftemangel. Die Initiative wird vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
Zentrales Werkzeug ist eine digitale Community-Plattform – das Innovationsradar Südwestfalen. Hier wird sichtbar, wer an welchen Ideen arbeitet und erleichtert die Suche nach Kooperationspartnern. Handwerksbetriebe können sich unkompliziert einbringen – unabhängig von Größe oder Gewerk.
Innovation zum Anfassen
Besonders praxisnah sind die sogenannten KI-Sandboxes. In diesen realen und digitalen Erprobungsräumen testen Betriebe neue Technologien und Anwendungen, ohne ein Risiko einzugehen. Ergänzt wird das Angebot durch eine Methodenwerkstatt für digitale Geschäftsmodelle, die speziell für kleine und mittlere Unternehmen entwickelt wurde.
Gemeinsam mit der HwK sollen künftig Formate entstehen, die genau auf die Region zugeschnitten sind. Ziel ist es, Betriebe Schritt für Schritt durch Veränderungsprozesse zu begleiten – von der ersten Idee bis zur Umsetzung im Alltag.
Mehr Orientierung im Wandel
Mit der neuen Partnerschaft stärkt die HWK Südwestfalen ihre Rolle als Lotsin für Innovation im Handwerk. Beratung, Netzwerke und praxisnahe Erprobung greifen künftig enger ineinander. Für die Betriebe bedeutet das vor allem eines: kürzere Wege von der Idee bis zur Umsetzung.
Hier geht es zur Internetseite von DO IT Südwestfalen.