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Boris Zerwann

NRW-Fluthilfen für betroffene Betriebe gestartet

Seit dem 17. September können Handwerksbetriebe in Nordrhein-Westfalen (NRW) Hilfen zur Beseitigung der Schäden infolge der heftigen Unwetter im Juli 2021 beantragen.



Was wird gefördert:

  • Reparaturkosten oder der Zeitwert bei Sachschäden
  • Einkommenseinbußen bis Januar 2022
  • Bagatellgrenze je Betriebsstätte: 5.000 €
     

Förderhöhe:

  • 80 % der förderfähigen Kosten als Billigkeitsleistung (Zuschuss); auf den Eigenanteil von 20 % werden Versicherungsleistungen und Spenden angerechnet.
  • Kosten für Gutachten werden zu 100 % gefördert.

Verfahren:

  • Beauftragung eines anerkannten Gutachters zur Schadensermittlung, soweit noch nicht geschehen
  • Kontakt zur Handwerkskammer zur Beratung und Vorprüfung der Anträge
  • Antragstellung online über das Antragsportal der NRW.BANK 

Informationen finden Sie bei der NRW.Bank hier:  Unwetterhilfe
Die Landesregierung NRW stellt auf ihrer Internet-Seite Informationen zu den Aufbauhilfen und zum Verfahren bereit:  Wiederaufbau-Hilfe

In Ausnahmefällen ist auch ein Antrag per Post möglich. Anträge können bis zum 30. Juni 2023 gestellt werden.



Betroffene Betriebe haben nun Sicherheit

"Dass die Hilfszahlungen rund zwei Monate nach der Katastrophe nun richtig anlaufen, ist ein ganz wichtiges wirtschaftliches und psychologisches Signal", verdeutlicht Hans Hund, Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertages (WHKT). "Die von der Katastrophe betroffenen Handwerksbetriebe wollen ihre Zukunft anpacken und haben nun die Sicherheit, dass ihnen umfassend geholfen wird. Es ist selbstverständlich, dass wir als Handwerkskammern unsere Mitgliedsunternehmen bei der Antragsstellung unterstützen."

Viele Betriebe sowie die gesamte Handwerksorganisation zeigen sich in dieser Katastrophe solidarisch. "Auch beim Wiederaufbau kommt dem Handwerk eine Schlüsselrolle zu. Unter anderem auf der gemeinsamen neuen Plattform vieler Handwerkskammern unter handwerk-baut-auf.de, die unter Federführung der Handwerkskammer in Koblenz entstanden ist. Hier können sich Handwerksbetriebe aus ganz Deutschland melden, die beim Wiederaufbau mitmachen wollen. Die ersten Resonanzen auf die neue Seite sind sehr positiv. Viele Betriebe haben sich bereits registriert", erläutert Matthias Heidmeier, Hauptgeschäftsführer des WHKT.