DVS-Schweißlehrer in Arbeitskleidung in einer Werkstatt im Berufsbildungszentrum Arnsberg.
HwK Südwestfalen
DVS-Schweißlehrer Marcus Kohn am bbz Arnsberg.

Ausbilder vorgestelltSchweißlehrer Marcus Kohn liebt seinen Beruf

Die Abwechslung macht den Beruf aus. Ausbilder vorgestellt, heute: DVS-Schweißlehrer Marcus Kohn.

Marcus Kohn liebt und lebt seinen Beruf – das spürt man sofort, wenn man den 56-jährigen DVS-Schweißlehrer und Ausbilder in seiner Werkstatt im bbz Arnsberg besucht. Diese Begeisterung ist es auch, die er nun bereits seit 26 Jahren tagtäglich an mittlerweile unzählige Kursteilnehmer weitergibt und wofür er von allen Seiten geschätzt wird. Seine berufliche Tätigkeit begann er mit einer Ausbildung zum Betriebsschlosser bei der Martinrea Honsel Germany GmbH in Meschede, wo er unter anderem rund zehn Jahre in der CNC-Technik gearbeitet hat. In Meschede bekam er die Initialzündung für seine jetzige Lehrtätigkeit im bbz Arnsberg. "Mein damaliger Ausbilder, der mittlerweile sicherlich bereits in Rente ist, hat mich darauf gebracht, diesen spannenden Beruf zu ergreifen", erinnert sich Kohn.

"Das Einsatzgebiet eines Schweißers ist unheimlich groß"

Im Jahr 2000 kam der Winterberger als frischgebackener Familienvater und Ausbilder nach Arnsberg. Hier hat er sich gleich mächtig ins Zeug gelegt. "Parallel zu meiner Tätigkeit als Ausbilder habe ich meinen Handwerksmeister gemacht, die nötigen Schweißwerkmeistergänge absolviert und letztendlich den DVS-Schweißlehrer abgelegt«, fasst Marcus Kohn kurz und prägnant zusammen. Besonders viel Spaß mache ihm die Arbeit mit immer unterschiedlichen Menschen und dass man viel Neues dazu lerne. Es werde einfach nie langweilig, denn: "Die Ausbildung ist sehr komplex und das Einsatzgebiet eines Schweißers ist unheimlich groß." Reicht es doch von Großprojekten, wie die zahlreichen Brücken, die derzeit geschweißt werden müssen, bis hin zu eher filigranen Arbeiten in der Luftfahrt oder im Rennsport. "Das Bild des Schweißers, der schmutzige Hände hat, muss nicht immer stimmen", weiß Kohn.

Die Bandbreite von Handwerkern, die sich zur Schweißaufsichtsperson ausbilden lassen, reicht vom Gesellen bis hin zum Betriebsleiter. Die Ausbildung dauert etwa ein dreiviertel Jahr. "Das ist im Einzelfall durchaus unterschiedlich, da der Kurs sowohl in Voll- als auch in Teilzeit absolviert werden kann." Mit seiner sympathischen und offenen Art kommt Kohn bei den Teilnehmern so gut an, dass er auch außerhalb des Kammerbezirks immer mal wieder auf der Straße erkannt wird. Seine Frau moniere dann schon einmal spaßeshalber, dass man nirgends mit ihm hingehen könne, ohne erkannt zu werden. Kann es ein größeres Lob geben? Für den DVS-Schweißlehrer ist die Sache klar, für ihn ist der Beruf mit allen seinen Facetten die wahrscheinlich heißeste Sache der Welt.

Erkennen und Bewertung von Schweißnahtunregelmäßigkeiten

Schon gewusst, dass wir im bbz Arnsberg einen neuen Kurs im Angebot haben? Am 29. Januar 2026 startet erstmals der 8-stündige Lehrgang "Erkennen und Bewertung von Schweißnahtunregelmäßigkeiten". Auch an anderen Tagen findet der Kurs statt und richtet sich an alle Schweißaufsichtspersonen, Mitarbeiter der Schweißtechnik und sonstige Interessierte.

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